E.Leclerc
Einstufung: Moderates Risiko
Gefährdungsindex: 49 von 100
Branche: Handel und Logistik
Angriffsart: Schwachstelle
Einstiegspunkt: Exponierter Dienst
Bundesland: Ausland
Unternehmensgröße: über 5.000
Status: contained
Zusammenfassung
E.Leclerc ist eine der französischen Supermarktketten, deren Kühltechnik bei einem groß angelegten Cyberangriff auf vernetzte Danfoss-Kälteanlagen manipuliert wurde. Die Angreifer lösten aus der Ferne das Abtauen aus und ließen die Temperaturen auf bis zu 50 Grad Celsius steigen, wodurch Frisch- und Tiefkühlware verdarb. E.Leclerc bestätigte Auswirkungen auf seine Kühltechnik; die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt, die französische Cybersicherheitsbehörde ANSSI ist eingeschaltet.
Was ist passiert
In der Nacht zum Montag manipulierten unbekannte Angreifer aus der Ferne die vernetzten Kälteanlagen-Steuerungen des Herstellers Danfoss in mehreren hundert französischen Supermärkten. Sie lösten das Abtauen aus und stellten die Temperatur stundenlang auf bis zu 50 Grad Celsius, sodass Frisch- und Tiefkühlware vernichtet werden musste. E.Leclerc bestätigte Auswirkungen auf seine Kühltechnik, ohne die Zahl der betroffenen Filialen zu nennen.
Wie konnte das passieren
Betroffen waren vernetzte Kälteanlagen-Steuerungen des Herstellers Danfoss (Baureihen AK-SM800 und AK-SC355), die Temperaturprofile, Abtauzyklen und Alarmfunktionen zentral verwalten und für die Fernwartung über eine Weboberfläche ausgelegt sind. Die betroffenen Geräte führten laut Danfoss veraltete Firmware aus und erhalten keine Software- oder Sicherheitsupdates mehr.
Bewertet am 14.10.2026
Chronologie der Berichterstattung (3 dokumentierte Fälle)
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