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Der stellvertretende Sicherheitschef von Anthropic, Jason D. Clinton, rechnet mit einer weiteren Verschärfung der Cyberlage – und rät Unternehmen, Geld in Basisschutz statt in KI-Abwehr zu stecken.

Große Netzbetreiber überwachen ihre Leitstellen rund um die Uhr und setzen auf KI-gestützte Angriffserkennung. Bei vielen Stadtwerken fehlt dagegen selbst ein System zur Angriffserkennung – während KI die Einstiegshürde für Angreifer senkt.

Kaspersky und Check Point dokumentieren, dass die nordkoreanische Lazarus Group ihre Schadsoftware mit dem Quantenstandard ML-KEM absichert. Die Angreifer sind damit schneller als viele Verteidiger – und die eigene Krypto-Migration hilft dagegen nicht.

Großbritanniens Verteidigungsminister Wes Streeting warnt, staatlich gestützte Cyberangriffe könnten die Lebensmittelversorgung stören. Die Regierung rät zu Vorräten für drei Tage – der Handel wurde überrascht, der Rechnungshof hatte die Lücken vorher benannt.

ESET hat dokumentiert, wie russlandnahe Angreifer bei einem Cyberangriff auf ein ukrainisches Getreide-Logistikunternehmen ihren Steuerungsserver in das dezentrale Mesh-Netzwerk Yggdrasil verlagerten. Es ist der erste bekannte Fall dieser Art bei einem staatlich gestützten Akteur.

Symantec hat einen autonomen KI-Agenten dokumentiert, der ungeschützte Sprachmodelle im Netz übernimmt und mit ihrer Rechenleistung Server angreift. Ein Honeypot fing den vollständigen Bauplan ab – samt 74 Angriffswerkzeugen und einer Anweisung für 100.000 Schritte ohne menschliche Freigabe.

Rund 1,44 Millionen Dateien aus zwei Berliner Senatsverwaltungen liegen im Darknet – Personalakten, Ausweiskopien, Passwörter. Der Senat erklärt die akute Gefahr für beendet, doch für Betroffene beginnt die Belastung erst.

Ein Unbekannter ist in die Secret-Speicher der Deployment-Plattform Railway eingedrungen und hat bei einem Teil der Kunden entschlüsselte Umgebungsvariablen erbeutet. Railway fordert alle Nutzer zur Rotation auf – und kann die fremden Cloud- und Modell-Keys nicht selbst sperren.

Der IT-Ausfall bei Ahold Delhaize hat die niederländische Supermarktkette Albert Heijn nach Expertenrechnungen bis zu 150 Millionen Euro Umsatz gekostet. Die Schätzung zeigt, wie teuer ein Stillstand der Warenwirtschaft im Lebensmittelhandel wird – und wo die Versicherung nicht greift.

Capcom hat unbefugten Zugriff auf seinen Konto-Dienst Capcom ID eingeräumt: 11.774.247 Datensätze mit E-Mail-Adressen und Login-Metadaten sind betroffen. Kreditkartendaten und Passwörter blieben nach Konzernangaben unberührt, Hinweise auf eine Lösegeldforderung gibt es bislang nicht.

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