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#derimeter: Großbritannien: Regierung startet neue Kampagne zur nationalen Krisenvorsorge

#derimeter: Großbritannien: Regierung startet neue Kampagne zur nationalen Krisenvorsorge

Die britische Regierung startet eine neue Krisenvorsorge-Kampagne für Bürger.

Die britische Regierung startet eine neue Krisenvorsorge-Kampagne für Bürger. Angesichts von Cyberbedrohungen und Extremwetter werden zudem das Risikoregister erweitert und eine große Heimatschutzübung für 2027 angekündigt.

Die britische Regierung startet eine neue Krisenvorsorge-Kampagne für Bürger.
Die britische Regierung startet eine neue Krisenvorsorge-Kampagne für Bürger.

Die britische Regierung verstärkt ihre Bemühungen zur nationalen Krisenvorsorge. Angesichts zunehmender Bedrohungen durch extreme Wetterereignisse, Cyberattacken und geopolitische Instabilitäten fordert Downing Street die Bevölkerung dazu auf, "kleine, aber wichtige Schritte" zu unternehmen, um die eigene Versorgungssicherheit bei Notfällen zu gewährleisten [1].


Sieben neue Risikoszenarien im Fokus


Das nationale Risikoregister des Vereinigten Königreichs wurde grundlegend aktualisiert und umfasst nun sieben zusätzliche Krisenszenarien. Diese Erweiterung spiegelt die sich wandelnde Bedrohungslage wider, in der physische und digitale Gefahren zunehmend ineinandergreifen. Zu den neu aufgenommenen Szenarien zählen neben dem Risiko gezielter Cyberangriffe auf kritische Daten-, Wasser- und Polizeiinfrastrukturen auch die Bedrohung durch ausländische Einmischungen in den demokratischen Prozess des Landes [1].


Besonders hervorgehoben wird zudem das Szenario eines "digitalen Resilienzversagens". Dieses orientiert sich an massiven globalen IT-Ausfällen, wie sie zuletzt durch die CrowdStrike-Disruption im Jahr 2024 verdeutlicht wurden [1]. Die Regierung warnt, dass eine Kombination aus hochentwickelter Künstlicher Intelligenz und geopolitischen Spannungen – etwa durch den Krieg in der Ukraine – das Potenzial für hostile Angriffe auf Unternehmen und staatliche Kernbereiche erheblich steigert [1].


Aufruf zur Eigenverantwortung


Darren Jones, Chief Secretary to the Prime Minister, unterstrich gegenüber dem Parlament die Notwendigkeit dieser neuen Strategie: "Die Risiken, denen wir durch den Klimawandel gegenüberstehen, dürfen nicht unterschätzt werden" [1]. Er verwies dabei auf die erheblichen Störungen bei Wasser- und Energieversorgung sowie Kommunikationswegen, die extreme Wetterlagen verursachen können. Jones betonte, dass der Staat zwar plane, die Bürger jedoch angehalten seien, für den Ernstfall vorzusorgen [1].


Diese Aufforderung wird durch eine geplante nationale Aufklärungskampagne flankiert. Sie soll die Bevölkerung dabei unterstützen, sich auf Notfälle vorzubereiten, in denen der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Strom, Telefonie oder die Versorgung mit Lebensmitteln zeitweise unterbrochen sein könnte [1].


Heimatschutzübung 2027 als Meilenstein


Ein zentraler Baustein der neuen Verteidigungs- und Resilienzstrategie ist die bislang größte "nationale Heimatschutzübung", die für das Jahr 2027 angesetzt ist. Dabei werden Hunderte von Beamten und Experten in sogenannten "Wargaming"-Szenarien die Reaktion des Landes auf hybride Bedrohungen durchspielen [1]. Ziel ist es, die britische Vorbereitung mit jener der Nato-Verbündeten in Einklang zu bringen.


Die für die Streitkräfte zuständige Ministerin Louise Sandher-Jones stellte klar, dass diese Übungen kein rein theoretisches Unterfangen sind. Angesichts einer direkten Bedrohung des britischen Staatsgebiets durch staatliche Akteure sei es essenziell, dass nicht nur die "War Books" – die offiziellen Notfallpläne – aktualisiert werden, sondern auch der Öffentlichkeit verdeutlicht wird, wie ernst die Lage von der Regierung genommen wird [1]. Kritiker hatten zuletzt bemängelt, dass Großbritannien im Vergleich zu anderen europäischen Staaten bei der Bevorratung kritischer Ressourcen, wie etwa Medikamenten, im Hintertreffen sei, was die neue Initiative nun adressieren soll [1].