Die Industriellen Werke Basel (IWB) kämpfen mit den Folgen eines Cyberangriffs bei einem ihrer Dienstleister. Rund 40.000 Kundendatensätze gelangten in fremde Hände, wobei die IWB betont, dass die eigenen Systeme sowie besonders sensible Finanzdaten nicht betroffen sind.
Die Industriellen Werke Basel (IWB) sind Opfer eines Cyberangriffs geworden, bei dem rund 40.000 Kundendatensätze entwendet wurden [1]. Betroffen ist jedoch nicht die Infrastruktur der IWB direkt, sondern ein externer Dienstleister des Basler Energieversorgers [1].
Umfang und Art der entwendeten Daten
Wie das Unternehmen mitteilte, erbeuteten die Angreifer gezielt Informationen, die unter anderem Namen, Adressen sowie technische Angaben zu Energiezählern umfassen [1]. Es handelt sich dabei um Datensätze, die im Kontext der Zählerverwaltung stehen. Entwarnung geben die IWB und die kantonale Datenschützerin in Bezug auf sensible Finanz- oder Kontaktdaten: Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Bankverbindungen und Rechnungsdaten sind von dem Abfluss nicht betroffen [1]. Auch Rückschlüsse auf das individuelle Energieverbrauchsverhalten der Kunden seien anhand der entwendeten Daten nicht möglich [1].
Reaktion der IWB und Sicherheitsmaßnahmen
Nachdem der betroffene Dienstleister den Vorfall gemeldet hatte, reagierte die IWB mit sofortigen Sicherheitsmaßnahmen [1]. Der Datenaustausch zwischen der Energieversorgerin und dem Dienstleister wurde vorsorglich eingeschränkt und umfassende Sicherheitsüberprüfungen eingeleitet [1]. Der IWB-CEO Claus Schmidt bedauerte den Vorfall in einer ersten Stellungnahme und betonte, dass man umgehend zusätzliche Kontrollen implementiert habe [1].
Risiko für Kunden
Das Gefahrenpotenzial für die betroffenen Kunden wird von Experten derzeit als eher gering eingestuft, da keine hochsensiblen Finanzinformationen kompromittiert wurden [1]. Dennoch warnt das Unternehmen zur Vorsicht: Kunden sollten bei unerwarteten Kontaktaufnahmen wachsam sein, insbesondere wenn dabei unter Zeitdruck zur Herausgabe von Zugangsinformationen aufgefordert wird oder Geldzahlungen gefordert werden [1]. Es liegen derzeit keine Hinweise vor, dass die entwendeten Informationen bereits missbräuchlich verwendet wurden [1]. Die betroffenen Kunden werden durch die IWB mit einem persönlichen Schreiben direkt über den Vorfall informiert [1].