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#derimeter: Datenleck bei Steam-Logistiker: Kundendaten in Europa betroffen

#derimeter: Datenleck bei Steam-Logistiker: Kundendaten in Europa betroffen

Ein Cyberangriff auf einen Logistikdienstleister hat Kundendaten gefährdet (Symbolbild).

Ein Cyberangriff auf den Logistikdienstleister CEVA Logistics hat sensible Kundendaten europäischer Käufer von Steam-Hardware offengelegt. Valve informiert betroffene Kunden derzeit und gibt Entwarnung bei den kritischen Kontodaten wie Zahlungsdetails oder Passwörtern, warnt jedoch vor gezielten Phishing-Versuchen.

Cyberangriff auf CEVA Logistics gefährdet europäische Kundendaten


Ein gezielter Cyberangriff auf den Logistikdienstleister CEVA Logistics, einen wichtigen Partner von Valve, hat persönliche Daten von europäischen Kunden offengelegt, die Steam-Hardware wie das Steam Deck, eine Steam Machine oder einen Steam Controller bestellt haben [1]. Betroffene Kunden werden derzeit direkt von Valve per E-Mail informiert. Der Vorfall ereignete sich in einem Zeitraum zwischen dem 29. Juli und dem 1. August 2026, wobei Valve erst am 7. August von CEVA über die Kompromittierung in Kenntnis gesetzt wurde [1].


Die betroffenen Datensätze resultieren aus der üblichen 90-tägigen Speicherdauer der für den Versand notwendigen Informationen beim Logistikpartner. Da diese Daten für den Paketversand benötigt werden, sind potenziell alle Kunden betroffen, die innerhalb der vergangenen drei Monate eine Hardware-Bestellung getätigt haben [1].


Welche Informationen sind betroffen?


Die durch den Angriff potenziell abgeflossenen Daten umfassen grundlegende Kontakt- und Bestelldaten. Hierzu gehören namentlich:


  • Vollständiger Name und Lieferanschrift (Straße, Postleitzahl, Stadt, Land)

  • Telefonnummer

  • Mit dem Steam-Konto verknüpfte E-Mail-Adresse

  • Angaben zum bestellten Hardware-Produkt sowie der Gesamtpreis der Transaktion [1].


Entwarnung bei Kontosicherheit


Valve betont ausdrücklich, dass der Angriff nicht die eigene Infrastruktur von Steam direkt getroffen hat, sondern isoliert die Systeme von CEVA Logistics [1]. Dies hat zur Folge, dass hochsensible Kontoinformationen geschützt blieben. Laut Unternehmensangaben liegen dem Logistiker zu keinem Zeitpunkt Informationen über Steam-Passwörter, Zahlungsmethoden (wie Kreditkartendaten) oder Steam-Guard-Codes vor [1]. Eine Änderung der Anmeldedaten für das Steam-Konto wird daher momentan als nicht notwendig erachtet.


Erhöhtes Phishing-Risiko


Obwohl die zentralen Sicherheitsmerkmale des Kontos unversehrt sind, warnt Valve eindringlich vor den Folgen des Datenabflusses. Die Kombination aus persönlichen Daten und spezifischen Informationen über getätigte Hardware-Bestellungen ermöglicht Angreifern die Erstellung hochgradig täuschender Phishing-Nachrichten. Betroffene sollten daher bei E-Mails, SMS oder Anrufen, die sich auf ihre Hardware-Bestellung beziehen, höchste Vorsicht walten lassen [1].


Die genaue Aufarbeitung des Vorfalls dauert an. CEVA Logistics hat nach eigenen Angaben die betroffenen IT-Systeme inzwischen isoliert und vom Netz genommen, während externe IT-Forensiker mit der Untersuchung beauftragt wurden [1]. Valve steht in engem Austausch mit dem Logistiker, um den tatsächlichen Umfang des Datenabflusses final zu klären.